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Der Bergmolch

Der Bergmolch gehört zu den Amphibien, die in eine Winterstarre fallen, welche von Oktober bis Februar anhält. Während dieser Winterruhe sinken der Stoffwechsel und alle Organaktivitäten des Molchs auf ein Minimum, er bewegt sich nicht, frisst nicht und atmet so wenig, dass er seine Winterstarre auf dem Gewässergrund halten kann, ohne zu ersticken.

Der Bergmolch ist ein, zu den echten Salamandern gehörender, Schwanzlurch, der u.a. mit dem Feuersalamander verwandt ist, der zur Familie der Eidechsen gehört, wie auch die Zauneidechse.
Die Männchen dieser Art werden bis zu 9 Zentimeter lang, die Weibchen werden sogar bis zu 12 Zentimeter.

Das Erwachen

Wenn der Bergmolch im März aus seiner Winterruhe erwacht, begibt er sich auf Nahrungssuche. Da er ein nachtaktiver Jäger ist, nutzt er die Zeit seines ersten aktiven Tages damit, sich auf Steinen zu Sonnen. Ab dann bekommt man den Molch nur noch selten, oft nach starkem Regen, wenn er Regenwürmer und Nacktschnecken jagt, zu Gesicht.

Doch nicht nur Kleingetier auf dem Land ist vor dem Molch unsicher. Während seiner Tauchgänge mit bis zu 70 cm Tiefe erbeutet er auch Laich von anderen Molcharten und kleine Larven und Quappen.

Die Paarungszeit

Im März beginnt jedoch auch etwas ganz anderes: Die Laichzeit!
Und in dieser Zeit, von etwa März bis in den Juni, zeigt sich die Besonderheit des Bergmolchs, denn er wirft sich in sein Hochzeitsgewand!
Wenn er, während seiner Zeit als Landbewohner, ein eher Schlichtes Gewand trägt, ist er nun in einer auffälligen Färbung zu beobachten.

Da sich der Molch in der Laichzeit in und um Gewässern wie Seen, Tümpel oder ähnlichem aufhält, wandelt sich seine eher unscheinbare, bräunliche Färbung des Rückens mit blass- orangener Bauchseite in seine so genannte Wassertracht.

Diese ist bei den Männchen besonders auffällig. Der Rücken ist in einem kräftigen Blau gefärbt, auf dem sich ein gerader, schmaler Rückenkamm befindet, welcher nun schwarz und gelb getupft ist. Diese Tupfen befinden sich auch an der Längsseite des Bergmolches, welche zum nun kräftig orangenen Bauch mit einem blauen Streifen begrenzt sind.

Die Weibchen sind weniger auffallend dunkelgrau bis grün-bräunlich marmoriert und haben einen Bauch im blasseren Orangeton als die Männchen.
Um ein Weibchen für sich zu gewinnen, schlagen und wedeln die Männchen mit ihrem Schwanz.

Nach der Befruchtung ihres Laiches faltet sie Blätter von Wasserpflanzen oder Falllaub zu kleinen Paketen, in die sie den Laich ablegt.

Die Larven

Die Embryonalentwicklung des Bergmolches beträgt, je nach Wassertemperatur, 14 bis 30 Tage, bis die Larven Schlüpfen. Die Larven ernähren sich von tierischem Eiweiß, bis die Larven etwa 5 bis 6 cm, selten 8 cm, erreicht haben.

Nun beginnt die Metamorphose erst im August bis November. Der Umwandlungszeitpunkt ist auch unter den Nachkommen desselben Weibchens sehr verschieden, so dass einige Molche sogar als Larve das erste Mal überwintern.

Die erwachsenen Molche ziehen sich im Laufe des Junis vom Wasser zurück und ziehen wieder in ihre Landlebensräume, wobei sie auch wieder ihre Landtracht wechseln.

Im nächsten Jahr wird der Bergmolch wieder zu demselben Gewässer zurückkehren.