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Die Zauneidechse

Die Zauneidechse ist, neben dem Feuersalamander die häufigste europäische Eidechse. Echsen jeder Art gehören zu Reptilien. Sie sind auch mit den Molchen verwandt, welche jedoch zu den Amphibien gehören. Die Färbung der Zauneidechse ist grün oder braun und auf dem Rücken trägt sie ihren charakteristischen dunkelbraunen Streifen, der wie ein Zaun gezeichnet ist.

Die Färbung hängt aber auch stark von der Paarungsbereitschaft ab. Je nach Stimmung färben sie sich grün, hellbraun oder dunkelbraun, wobei immer die zaunartige Zeichnung zu erkennen ist.

Die Zauneidechse erreicht eine Gesamtlänge von ca. 24 cm und ist damit einer der größeren Vertreter ihrer Art. Das wohl bekannteste Merkmal der Eidechse ist das Abwerfen ihres Schwanzes, wenn sie sich bedroht fühlt. Beißt ein Raubtier beispielsweise in ihren Schwanz, verfügt sie über die erstaunliche Fähigkeit, diesen abwerfen zu können. Der Schwanz der Zauneidechse wächst immer wieder nach. Das faszinierende dabei ist, die Eidechse kann selbst entscheiden, wie viel des Schwanzes sie opfert.

Lebensraum der Zauneidechse

Die Zauneidechse bevorzugt, im Gegensatz zum Feuersalamander, eher trockene Lebensräume wie Wildgärten, Kalkböden, Dünen oder Heide, in denen bestenfalls auch totes Holz und altes Laub vorhanden ist. Dort lebt die Hauptnahrung der Zauneidechse. Proteinhaltige Larven von Käfern, Zikaden, Ameisen, Wanzen und deren adulte Tiere, sowie Spinnen und Regenwürmer, gehören zu den Leibspeisen der Echse.

Die Zauneidechse kann bei Bedrohung ihren Schwanz abwerfen

Die Zauneidechse kann bei Bedrohung ihren Schwanz abwerfen

Die Zauneidechse ist allerdings nur die Hälfte des Jahres sichtbar. Sobald es kühler wird, verkriechen sich die Tiere in ihre Höhlen, denn sie halten Winterschlaf. Die Männchen sind ab August bis Anfang März in ihrem Bau und die Weibchen ab September.

In einem ähnlichen Lebensraum lebt auch der Bergmolch. Er kann der Zauneidechse zum Verwechseln ähnlich sehen, da er braun gemustert ist. Nur die Männchen ändern zur Paarungszeit ihre Farbe in blaugrau und unterscheiden sich dadurch stark. Bergmolche sind allerdings etwas kleiner und haben einen gedunsenen Körper.

Beide Arten sind stark bedroht, da ihre Lebensräume immer häufiger von der Industrie und anderen Branchen zur Bebauung genutzt wird. Sie stehen ebenso auf der Roten Liste und dürfen nicht gefangen, getötet oder gequält werden. Die Verbreitung der Zauneidechse reicht über ganz Europa bis in den Mittelmeerraum.

Der Bergmolch hingegen lebt, wie der Name vermuten lässt, in den Bergregionen Europas und bevorzugt eher mineralhaltiges Wasser.